Sie sind hier: Über die Schule » Leitbild
Visualisierung des Leitbildes als KaWa

Leitbild

Die Freiherr-vom-Stein-Schule in Neumünster / Schleswig-Holstein ist eine Gemeinschaftsschule, die das Konzept der Gemeinschaftsschule für sich als Chance gesehen und sich auf den Weg gemacht hat, Schule neu zu gestalten, um mit dem Lernen den veränderten Anforderungen des Lebens in unserer Zeit gerecht zu werden.

Unser Leitbild soll uns auf diesem Weg ein Wegweiser sein, dem wir uns verpflichtet fühlen und der uns immer wieder die Ziele und Werte der Freiherr-vom-Stein-Schule vor Augen führt.

Diesen Weg geht die Freiherr-vom-Stein-Schule gemeinsam mit allen, die sich an der Entwicklung unserer Schule beteiligen (wollen). Das sind vor allem die Schülerinnen und Schüler und natürlich deren Eltern, die sich ganz bewusst für unsere Schule entschieden haben, ebenso die Lehrkräfte, die sich mit den Eltern als Lernbegleiter verstehen, aber auch die gesamte Mitarbeiterschaft an unserer Schule, die nicht auf den ersten Blick als Teil des Lernprozesses sichtbar ist, aber dennoch maßgeblich an diesem teilhat.

Das Leitbild soll allen ein Wegweiser sein für die Richtung, die wir gemeinsam – jeder in seinem Tempo und auf seine Weise – mit unserer Schule gehen wollen, ohne jemanden dabei zurückzulassen. Unser Leitbild soll Orientierung und Halt geben und gleichzeitig allen Beteiligten Lust auf eine Schule machen, in der sich Kinder und Jugendliche frei entfalten und wohl fühlen sollen.

Damit diese Leitlinien stets allen präsent sind, haben wir sie bewusst in Slogans / Mottoform verpackt, sie sichtbar im Schulgebäude gemacht und sie dem Freiherr-vom-Stein-Logo auf den Leib geschneidert.

 

1          Viele Sinne, viele Wege

Wir setzen auf ein Lernen, das die Individualität eines jeden Kindes und Jugendlichen berücksichtigt und die unterschiedlichen Sinne als Lernkanäle nutzt, damit ein ganzheitliches Lernen nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit Herz und Hand erreicht werden kann. Ganz konkret heißt das bei uns, dass jedes Kind die Chance hat nach seinen Möglichkeiten und Begabungen sowie in seinem persönlichen Lerntempo sich seinen Lernprozess selbst zu erarbeiten und diesen zu reflektieren. Dabei helfen jedem Kind:

  • Selbsterklärende und sinnstiftende Lernbausteine
  • die Freiheit, sich zu entscheiden, welche Kulturtechnik an einem Tag vertieft werden soll
  • jahrgangsübergreifendes Lernen
  • das persönliche Logbuch mit selbstgesetzten Zielen und der eigenen Dokumentation des Erreichten
  • ein gegenseitiges Helfersystem unter Mitschüler/innen
  • der Lehrer als Lernbegleiter
  • ein lernfreundlicher Rhythmus
  • Abwechslung und Verquickung von theoretischem und praktischem Arbeiten
  • eine angenehme Lernatmosphäre in ansprechenden Räumen

Durch diese Lernbegleiter ermöglichen wir jedem Kind die Aneignung von Kompetenzen statt eines einseitigen Wissenserwerbs und ermöglichen eine Nachhaltigkeit des Lernens, die dem Kind im Laufe seines Lebens zugute kommen wird.

 

2         Lernen verändert (sich), Schule bewegt (sich)

Eine alte Volksweisheit sagt ganz simpel: „Man lernt nie aus.“ Das greift die moderne Pädagogik mit ihrem Stichwort des „longlife learning“ wieder auf. Wir verstehen Lernen als lebenslangen dynamischen Prozess, der alle mit einschließt. Dabei gibt es keine statische Rollenverteilung. Ein Lehrender wird dabei durchaus zum Lernenden und umgekehrt. Genauso kommt der Grundsatz des „Lernen durch Lehren“ zum Tragen.

Lernen ist ein Prozess, der immer neu hinterfragt werden muss und sich dadurch stets erneuert. In einem solchen Lernprozess befindet sich die gesamte Schule in ihrem Aufbau der Gemeinschaftsschule und diese Aufbruchsstimmung wird überall deutlich. Wir meinen: So wie das Leben sich im Laufe der Jahre immer schneller verändert, so muss sich auch Schule weiterentwickeln und öffnen durch vielfältige Veranstaltungen, die vom Schüler-Technik-Team und dem Cateringkurs professionell unterstützt werden: Konzerte, Musicals, Theateraufführungen, FSDS, Sportveranstaltungen etc.

 

 

3          Aufgaben sehen, Verantwortung übernehmen

Unsere Schule öffnet sich außerdem in Richtung Ganztagsschule durch ein ausgewogenes Mittagsangebot in der Mensa und ein offenes Ganztagesangebot in Kooperation mit der Stadt Neumünster, bei dem Sozialpädagogen und Lehrkräfte Schule als Lebensraum mit vielerlei Gesichtern erleben lassen.

Eine ansprechende Atmosphäre, die zum Lernen einlädt, sollen auch die neu gestalteten Lernräume darstellen, die reizarm sind, aber alle notwendigen Lernmaterialien bereitstellen – frei nach dem Churchill-Zitat: Erst verändern wir die Räume, dann verändern die Räume uns.

Die Erhaltung und Pflege dieser ansprechenden Lernräume ist Aufgabe aller und die Schülerinnen und Schüler sollen immer mehr ein Auge dafür bekommen, Verantwortung zu übernehmen für die kleinen und großen Dinge des täglichen Lebens, sodass sich ein verantwortungsvolles Miteinander und ein freundlicher Umgang zwischen allen Schulbeteiligten ergibt.

 

4         Miteinander reden, gemeinsam entscheiden

Diese Nähe soll sowohl im Miteinander der Schülerinnen und Schüler gelebt werden (Stichwort: Teamrat, Streitschlichter) als auch zwischen Schüler/innen und Lehrkräften (Stichwort: täglicher Klassenlehrereinstieg, Mentorensystem) und wird auch im Lehrerkollegium praktiziert durch das Klassenlehrerteam, regelmäßige Farbteamsitzungen, gemeinsame Erarbeitung der Lernbausteine usw.). Ebenso werden die Eltern in den täglichen Lernprozess miteinbezogen durch das Logbuch als Mitteilungsbuch, durch regelmäßige Elternateliers, durch die Möglichkeit des E-mail-Austauschs). So wie die Weiterentwicklung der Schülerinnen und Schüler gefördert wird, wird auch die berufliche Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefördert und gefordert.

Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler mehr und mehr dazu zu befähigen, Probleme selbst zu erkennen, zu benennen und mit anderen zu klären. Aufgaben sollen gemeinsam bewältigt werden und die Arbeit im Team konstruktiv genutzt werden.

 

5          Freude am Lernen, Freude am Leben

Ziel unserer schulischen Tätigkeit ist es, die Freude am Lernen zu erhalten oder – wo nötig – wiederherzustellen, indem wir der Institution Schule in dem uns möglichen Rahmen den (Noten-)Druck nehmen und die Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis 7 durch detaillierte Rückmeldungen (Stichwort: Lernberatung, Zertifikate für einzelne Lernbausteine, Kompetenzzeugnisse, individuelle Zeugnisausgabe etc.) über ihre Fähigkeiten aufklären, sie bestärken, aber auch auf persönliche Schwächen hinweisen und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, diese zu beheben.

Wir wollen eine positive Leistungskultur entwickeln, in der der Schüler/die Schülerin Leistung erbringt, weil er/sie Interesse und Spaß an einer Sache hat und Dinge selbstständig weiter entwickeln und weiterdenken kann. Die Lehrkraft holt den Schüler/die Schülerin dort ab, wo er/sie sich befindet und bringt ihn/sie ganz individuell auf den Weg, wo er/sie je nach seinen Bedürfnissen zusätzlich gefördert oder gefordert wird (Stichwort: integrative Förderung, gymnasiale Forderung). Diese positive Grundstimmung, die wir erreichen wollen, wird sich auch über die Schule hinaus im Leben der Kinder und Jugendlichen widerspiegeln und sie auf ihrem Lebensweg motivieren.

 

6         Jeder ist anders

Der Volksmund besagt: „Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.“ Mädchen ist nicht gleich Junge, auch jedes Mädchen ist nicht wie das andere, kein Fünftklässler ist mit einem anderen Fünftklässler direkt auf einer Stufe und schon gar nicht in jedem Fach. Jeder hat seine persönlichen Stärken und Schwächen und die gilt es entsprechend zu fordern und zu beheben – ganz nach den individuellen Bedürfnissen. Hinzu kommt die ganz unterschiedliche Herkunft und bisherige Lebensgeschichte der Kinder. Jedes Kind soll hier seine Chance bekommen und dort abgeholt werden, wo es steht.

Wir legen wert auf ein Miteinander statt eines Nichtbeachtens, auf Rücksicht und Toleranz anstelle von Egoismus und Ausgrenzung. Wir wollen einen achtungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt leben, indem wir uns selbst akzeptieren, denn nur so können wir auch respektvoll und wertschätzend mit den uns umgebenden Dingen und Menschen umgehen. Dazu trägt besonders der Teamrat bei, den die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich durchführen, aber auch das Helfersystem, der Ordnungsdienst usw.

 

7          Nimm’ dein Lernen in die Hand

„Jeder ist seines Glückes Schmied“, jeder ist letztlich verantwortlich für sein eigenes Leben und kann später niemandem die Schuld für eigenes Scheitern und Versagen geben. Das wollen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln vermeiden und die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Menschen machen, die ihr Lernen und somit ihr Leben mehr und mehr selbst in die Hand nehmen. Sie sollen das Lernen lernen und zwar für ihr Leben und nicht für die Schule. Ziel ist nicht die reine Wissensanhäufung für die Schullaufbahn, sondern durch ständigen Lebensbezug die Kompetenz zu einem nachhaltigen Lernen zu erwerben, die dem Schüler/der Schülerin zu einer Lebenstüchtigkeit verhilft, die ihm/ihr keiner mehr nehmen kann.

Twitter YouTube RSS-Feed