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Erstes Klimafrühstück in Neumünster

Foto: Susanne Wittorf, Kieler Nachrichten

von Susanne Wittorf, Kieler Nachrichten

Als krönenden Abschluss einer sechswöchigen Projektarbeit zum Thema Klimaveränderung und ihre vielfältigen Auswirkungen bereiteten 220 Unterstufenschüler der Freiherr-vom-Stein-Schule am Donnerstag ein gemeinsames Klimafrühstück vor.

Unterstützt wurden sie dabei von Jonas Rönnefarth, dem Klimaschutzmanager der Stadt Neumünster und dem „Bündnis eine Welt Schleswig-Holstein

Der lange Weg einer Banane nach Nordeuropa

„Wir wollen Schüler für den Klimaschutz sensibilisieren und konkrete Maßnahmen vorstellen“, erklärte Dr. Rula Tabbash vom BEI-Projekt „Bildung trifft Entwicklung“. Am Donnerstag hatte die promovierte Physikerin eine flächentreue Weltkarte mitgebracht, auf der die Schüler Lebensmittel aus deren jeweiligen Herkunftsländern verteilten.

„Mit dieser Methode wird deutlich, welch einen weiten Weg beispielsweise eine Banane zurücklegen muss, bis sie in unsere Müslischale gelangt“, sagte Rula Tabbash. Und da träten natürlich jede Menge Fragen auf und nicht zuletzt die Überlegung: „Was kann ich persönlich zum Umschutz beitragen?“ Diese Herangehensweise sei viel effektiver, als ein Vortrag von irgendwelchen Fachleuten, erläuterte Rula Tabbash ihr Konzept.

Fragwürdige Ökobilanz von E-Scootern

Bettina Schmidt und Niklas von Kajdacsy sehen das genau so. Die beiden Lehrkräfte der Freiherr-Vom Stein-Schule haben deshalb das sechswöchige Projekt „Weltenretter“ so konzipiert, dass die Schüler zu Beginn selbst aktiv wurden und Müll sammeln gingen. Anschließend besuchten sie die Wertstoffdeponie und beleuchteten die Frage: „Was muss getan werden, um die Umwelt zu schützen?“ aus allen möglichen Richtungen.

„Es ist schon erstaunlich, dass Sechstklässler plötzlich die Ökobilanz von E-Scootern untersuchen oder Zusammenhänge von Flucht und Umweltkatastrophen herstellen“, sagte Bettina Schmidt. Damit die Schüler erfahren, was die eigene Stadt in Sachen Umweltschutz unternimmt, luden die Lehrkräfte Jonas Rönnefarth ein. Einen Vormittag stand der Klimaschutzmanager den Zehn- bis Zwölfjährigen Rede und Antwort. „Beim Klimaschutz spielen junge Menschen eine wichtige Rolle“, sagte Rönnefarth. „Ihre Kritik und ihre Vorschläge können ältere Menschen zum Umdenken animieren.“

Quelle: Kieler Nachrichten KN+ vom 13.12.2019

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